FILM PROGRAM / FILMPROGRAMM

THE SPACE BETWEEN US FILMPROGRAMM STUTTGART

7. und 14. Februar Projektraum Lotte e.V. //
26. und 27. Februar 2014 ifa-Galerie Stuttgart – Eintritt frei!  

Film

Freitag, 7. Februar (Lotte)

19.00  Absent Present, Angelika   Levi, D 2010, 85

Im essayistischen Dokumentarfilm  Absent Present  geht es um eine Spurensuche, nach Benji, einem jungen Mann, der als Kind 1979 aus Namibia in die DDR gebracht worden war und dann, als die Mauer fiel und die DDR von der politischen Landkarte verschwand, auch selbst verschwand. Die Filmemacherin und Freundin des Verschollenen hat Footage aus den frühen 1990er-Jahren mit Benji verwendet und begibt sich nach Gran Canaria, Senegal, an Urlaubsstrände und in die Nähe von Abschiebelagern. Levi geht es weniger darum, eine geografische bzw. politische Landkarte zu zeichnen als vielmehr verschiedene Formen des Reisen sichtbar zu machen: Ferien und Flucht, freiwillige und erzwungene Rückkehr.


Freitag, 14. Februar (Lotte)

19.00  2014 – 1892 = 122 Years of Being  

Brigitta Kuster präsentiert Filme ihres fortlaufenden Research/Video Projekts Choix d’un passé – Traits d’union. Das gemeinsam mit  Moïse Merlin Mabouna verfolgte Projekt befragt das Erbe der deutschen kolonialen Operationen in Kamerun. 1892 wurde  chief Bisselé Akaba, Mabounas Urgroßvater, im Verlauf einer der Kolonialkriege gefangen genommen, gefoltert und getötet. Was als    audio/visuelle  Fragmente einer mobilen Lebens in der Geschichte begonnen hatte, wird nun immer deutlicher innerhalb des heutigen transnationalen europäischen Raums.

Erase them! – The image as it is falling apart into looks, 2013, 8’ // 2006-1892=114 ans/jahre, 2006, 7’, Loop (mit Moïse Merlin Mabouna) // À travers l’encoche d’un voyage dans la bibliothèque coloniale. Notes pittoresques, 2009, 25’ (mit Moïse Merlin Mabouna) // *Ndana! Ou bien: Fais comme l’arbre fruitier, quand on lui jette des pierres, il répond en laissant tomber ses fruits pour confondre celui ou celle qui l’attaque par le bas, 2014, ca. 30’  


Mittwoch, 26. Februar (ifa-Galerie)  

19.00  OtomoFrieder Schlaich, D 1999, 82’, DF

Mit Isaach de Bankolé, Eva Mattes, Barnaby Metschurat, Hanno Friedrich u.a.

Otomo  ist einer der seltenen in Deutschland realisierten Spielfilme mit internationaler, schwarzer und weißer Starbesetzung. Isaach de Bankolé (Chocolat von Claire Denis und Ghost Dog von Jim Jarmusch) und Eva Mattes treffen nur kurz aufeinander, bevor sich die Ereignisse überschlagen und der gesuchte Asylbewerber Otomo zwei Polizisten tötet und dann selbst durch Polizeischüsse fällt. Stuttgart sah nie so fremd aus, wie in Schlaichs Film-Remake einer wahren Begebenheit.

„Es ist mir schon aufgestoßen, dass in der gesamten Berichterstattung außer Spekulationen nichts über den Afrikaner zu erfahren war. So versuchte ich schon unmittelbar nach den Ereignissen, mehr über die Person des Täters herauszufinden. Was ich erfahren konnte war, dass     es einen fast 20 Jahre währenden Fluchtweg Otomos gab und dass er sich schon viele Jahre „in Orbit“ befunden hatte. Mit diesem Ausdruck bezeichnen die Flüchtlingsorganisatoren die Situation von Flüchtlingen, die zwischen den behördlichen Zuständigkeiten verschiedener Länder hin und her geschoben werden.
Das Projekt machte eine Entwicklung durch vom Dokumentarfilm über einen essayistischen Film hin zum Spielfilm. (Wir wollten) erreichen, dass man um beide Seiten weint. Ziel war nicht, jemandem die Schuld für diese Situation zu geben, sondern den Weg hin zur Katastrophe aufzuzeigen. Über das Leben eines Asylsuchenden weiß man ja gar nichts und man bemüht sich auch nicht, darüber mehr zu erfahren.“  (FS, www.gep.de)


Donnerstag, 27. Februar (ifa-Galerie)

19.00  The Education of Auma Obama,  Branwen Okpako, D 2011, 79’ OmU

The Education of Auma Obama  von Branwen Okpako  portraitiert Barack Obamas Halbschwester, Auma Obama während der Kampagne zur Obamas erster Präsidentschaftswahl. Auma Obama studierte zeitweise in Heidelberg Linguistik und Tanz und wie Wanjiru Kinyanjui und Tsitsi Dangarembga und später die Regisseurin Branwen Okpako an der DFFB in Berlin Film und ist heute in Kenia aktiv.


Projektraum Lotte,  Land Of The Temporary Eternity, Schnittpunkt-Kunst e.V., Willy-Brandt-Straße 18, 70173 Stuttgart //  http://projektraum-lotte.de

ifa-Galerie Stuttgart, Charlottenplatz 17, 70173 Stuttgart // http://www.ifa.de

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